Gästezimmer: 9 Fragen an Alexandra Rozkosny

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Alexandra kenne ich quasi von weitem – sie ist eine derjenigen, denen wir immer mal wieder begegnet sind, als wir im Winter oft im Tessin zum Bouldern unterwegs waren. Oder mal im Minimum oder B2. Hach! Was vermisse ich das Bouldern!

Das sagt Alexandra vielleicht auch, ich kann mir vorstellen, dass sie als Mutter nicht mehr so oft unterwegs sein kann wie früher. Kürzlich sind wir uns im Alpinen Museum begegnet, wo sie mit meinen Kolleginnen ein Treffen hatte. Und da wir beide teilzeitig in Bern arbeiten, werden wir uns demnächst zum Mittagessen treffen, um uns endlich mal etwas besser kennenzulernen. Zweimal mussten wir schon umbuchen, aber wir schaffen das schon noch…

Und schon wieder beantwortet eine Städterin die 9 Fragen hier, vielleicht finde ich ja demnächst mal jemanden, der oder die so richtig auf dem Land wohnt.

Name: Alexandra Rozkosny
Alter: 45
Beruf: Chefredaktorin „Die Alpen“
Arbeitgeber: Schweizer Alpen-Club SAC

1. Lebst Du ländlich oder in der Stadt – und weshalb?
Mitten im Beton in Zürich, kaum fünf Gehminuten vom Hauptbahnhof! Wir haben nicht einmal einen Balkon. Für den Arbeitsalltag ist die Lage ideal: Ich pendle an vier Tagen die Woche nach Bern. Freunde und Familie wohnen in Zürich. Seit wir ein Kind haben, sind wir auf deren Hilfe angewiesen. Aber: Ich schätze die Stadt und liebe die Berge. Es wird ein ewiges Dilemma bleiben…

2. Wie startest Du in einen Arbeitstag?
Mit dem Gang zum Bahnhof, zu meinem Lieblings-Kaffeestand und dem üblichen Gerempel im Stossverkehr.

3. Wie hältst Du Dich fit?
Das frage ich mich zurzeit auch ständig. Früher fuhr ich überall mit dem Velo hin, seit ich in Bern arbeite sitze ich an die 12 Stunden täglich. Und seit mein Sohn vor drei Jahren geboren wurde, sind Trainigsabende rar geworden. Immerhin: Ich schaffe es, ein bis zweimal die Woche zu klettern. Und ich habe mir fest vorgenommen, ab Mai einmal die Woche wieder joggen zu gehen. Nicht viel, aber ein Anfang.

4. Wie entspannst Du Dich?
Im Kleinen: Ein kurzes, scherzendes Gespräch da, ein paar Minuten das Gesicht in die Sonne halten, generell nach aussen schauen, in die Weite. Im Grossen: ein Abend bei Freunden, Klettern gehen, aber vor allem: in den Bergen sein.

5. Was bedeuten Dir die Berge?
Freiheit, Ruhe, „Sälber mache!“, wie mein Kleiner sagen würde.  Ich bin keine grosse Abenteurerin und friere nicht gern. Aber ich liebe es, allein zu sein, Luft unter den Sohlen zu haben, sich ganz klein zu fühlen in den grossen Felswänden. Nach der Mutterschaftspause wieder an den Wendenstöcken eine der grossen Linien klettern zu können, das wäre grossartig.

6. Was liest Du zurzeit?
Eine Reportage über Russland, viele Kinderbücher und zwei Reiseführer.

7. Was ist Dein üblicher Proviant?
Je nachdem, wie weit ich das alles tragen muss: Trockenfrüchte, Brot, Käse, Avocado, ein Apfel, Wasser und sonst noch ein paar Leckereien.

8. Wo und wie hast Du Deine letzten Ferien verbracht?
In Cresciano, an Ostern. Im Winter mieten wir dort ein Haus und gehen dann mit Freunden bouldern oder klettern. Die Leventina ist inzwischen ein grossartiges Kletterparadies, und es kommen ständig neue Gebiete hinzu.

9. Hast Du spezielle Pläne für die nächsten Monate? Wenn ja: Welche?
Ja! Ich darf dieses Jahr ausnahmsweise 2,5 Monate unbezahlten Urlaub nehmen, zusammen mit Mann und Kind. Mein Partner und ich sollten endlich entscheiden, wohin wir wollen, aber es fällt uns schwer: Australien, Kanada, oder einfach mit einem Büsli gen Südosten? Wir wissen‘s noch nicht.

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